Rettungsschlaufe mit Notleuchte

Neue Rettungsschlaufe mit 40m langer Schwimmleine und eine LED-Seenotleuchte mit MED-SOLAS-Zulassung. Die Rettungschlaufe ist an der Heckreeling in einer Packtasche griffbereit untergebracht. Im Notfall wird sie mit der gelben Schwimmleine in Richtung der über Bord gegangenen Person hinterher geworfen. Die Seenotleuchte ist an der Rettungsschlaufe befestigt und schwimmt bei Wasserkontakt oben auf und schaltet sich selbständig ein. Helle Lichtblitze weisen im Dunkeln der MOB-Person und dem Steuermann zum  Ort der Schlaufe. Fährt man mit dem Boot einen Kreis um das Blitzlicht, wird die Schwimmleine automatisch zur MOB-Person geführt.

 

Bord-Wc Wartungsset

Das Bord-WC ist mit je einem unter der Wasserlinie liegenden Spülwasserzulauf und Abwasserablauf vesehen. Beide Borddurchlässe sind mit einem Seeventil (Kugelhahn) verschließbar. Der Mechanismus der Handpumpe ist sehr solide ausgeführt und muss unbedingt RICHTIG verwendet werden!

 

Und nun für Segelneulinge...!! Alles, was in das Toilettenbecken hineinkommt, und aussenbords gebracht werden soll, muss händich über den Pumpenhebel durchgepumpt werden!

Stellhebel "links (spülen-abpumpen)" heisst: Hebel herausziehen=Wasser von aussenbords ansaugen und ins WC-Becken spülen - Hebel hineindrücken heisst: Beckeninhalt aussenbords spülen... und dass heisst: rauf-runter-rauf-runter-rauf-runter...usw...

Stellhebel "rechts (nur abpumpen)" heisst: Beckeninhalt aussenbords pumpen...

Je nach "Spülmasse / Spülgut" ist dazu natürlich ein gewisser Kraftaufwand notwendig, der sich durch eine ungepflegte, verschlissene Mechanik noch vergrößern kann. Dieser Mechanismus kann durch ungeeignetes Spülgut sogar versagen bzw. blockiert werden, wenn etwa Toilettenpapier oder andere Dinge in die Toilette geraten. Ein blockierte Bord-WC bzw. dessen Mechanik zu öffnen und zu reinigen ist nicht jedermanns Sache, immer aber eine eher unangenehme Aufgabe...!

 

Mein Jabsco-Bord-WC ist daher mit einem kompletten "großen" Wartungssatz versehen, sorgfältig gereinigt, und daher leichtgängig zu bedienen. Da die SatNam nicht über einen Fäkalientank verfügt, wird das Bord-WC im Hafen - wenn überhaupt - ausschließlich für flüssige Hinterlassenschaften verwendet.

 

rumpf polieren

Die Politur des Rumpfes wird nötig, wenn das Gelcoat den Glanz verloren hat. Mattes oder stumpfes Gelcoat sieht nicht nur unschön aus, sondern ist besonders anfällig für Verschmutzungen, die sich in der feinen Rauigkeit der Oberfläche festsetzten und dann entsprechen schwer zu entfernen sind, d.h. der Rumpf sieht eigentlich immer schmutzig aus.

Der Vorteil an SatNam war, dass das Original-Gelcoat vorhanden war, und noch nie überstrichen (und vorher geschliffen!) wurde. Über die zu verwendenden Polituren / Versiegelungen / Poliermaschinen habe ich mich gründlich informiert und mich schließlich an die von der Zeitschrift Palstek empfohlene Vorgensweise gehalten...
Vorgehensweise:

  1. Rumpf nach dem Auskranen mit Hochdruckreiniger absprühen (dabei festgestellt, das auf dem Antifouling praktisch kein Bewuchs war !! )
  2. Mit Rumpfreiniger und Besenbürste den Rumpf gereinigt und nochmal abgesprüht.
  3. Boot in die Halle verbracht.
  4. Rumpf komplett unter Verwendung eines dazugehörigen Spezialschwamms mit "The Cleaner" , gereinigt. Gereinigte Stellen immer mit einem feuchten Microfasertuch abgewischt. "The Cleaner" reinigte tatsächlich so wie vom Hersteller angekündigt!
  5. Den Rumpf segmentweise (Markierungen mit Tape) mit einer Exenter-Poliermaschine, speziellen Polierpads und der Politur von MC MainCare.
  6. Anschließend NanoWax Versiegelung von MC MainCare aufgetragen und auspoliert.

Für die gesamte Aktion habe ich ca. 24 Arbeitsstunden gebraucht. Nur händisch, also ohne Poliermaschine, wäre die Arbeit unmöglich gewesen. Mein dringender Rat, an dieser stelle nicht zu sparen! Für die eigentliche Polierarbeit (polieren = eine sehr dünne Schicht Gelcoat abschleifen und glätten = spiegelglanz) habe ich mir in einem WebShop für professionelle Autopflege eine Exenter-Poliermaschine "Liquid Elements T3000" gekauft. Die Beratung des Shopbetreibers (www.autopflege-shop.de) war absolut gut: "nehmen Sie die besseren Polierpads (€ 6,95 statt € 5,90), die halten länger" ... tatsächlich habe ich für über 20m² Fläche nur ein Pad von 6 gekauften gebraucht, und dieses konnte ich später auswaschen und es funktioniert heute immer noch! Sehr hilfreich auch eine Verarbeitungshilfe in Form eines Sprays, welches das Pad vor dem Austrockenen schützt und die Politur besser verteilt.

 

Von der Bootspolitur Professionel MC MainCare Polish brauchte ich die Reserveflasche gar nicht erst anzubrechen, von der ersten 500ml-Flasche habe ich für die 20m² höchstebs 1/3 gebraucht, von der Versiegelung NanoWax sogar noch weniger... Die Poliermaschine habe ich systematisch bewegt, um keinen Unterschied von Segment zu Segment zu haben. Jeweils erst die Politur durch tupfen mit dem stehenden Pad verteilt, dann mit wenig Drehzahl das Segment (ca. 80cm breit und 80 -130cm hoch) im Kreuzgang abgefahren um dann mit höchster Drehzahl langsam 2x im Kreuzgang die Fläche abzufahren. Und schon vor der Versiegelung entstand so ein toller Glanz! Und noch ein Hinweis: tatsächlich nur WENIG WENIG WENIG Versiegelung auftragen, ein Zuviel davon ist nacher nur noch sehr mühsam auszupolieren.

 

Zur Maschinenpolitur sehr hilfreich sind nicht nur gute Werkzeuge, Poliermittel, eine standfeste Leiter und gute Ausleuchtung, sondern auch Geduld und Ausdauer... Aber das Ergebnis war es allemal wert, der Vorher/Nacher-Unterschied ist wirklich beeindruckend!

 

Sprayhood / Kuchenbude  impägnieren

Die Sprayhood überdeckt den Niedergang und bleibt die Saison über immer montiert. Die "Kuchenbude" wird an die Sprayhood angeschlossen und überdeckt das gesamte Cockpit. So ensteht nahezu Stehhöhe und ein trockener Raum, der nicht nur das Material schützt, sondern im Hafen absolut gemütlich verweiseln lässt!

Beide Teile sind aus zweilagigem festen Verdeckstoff gearbeitet, außen taubenblau und innen hell, und mit einer Anzahl von Reissverschlüssen und TENAX-Verschlüssen versehen. Nach einer nassen Reinigung und sorgfältiger Trocknung in der Sonne habe ich eine Imprägnierung mit einem breiten Pinsel aufgetragen und trocknen lassen. So werden Regen und Schmutz besser abgewiesen und die Farbe sieht auch etwas klarer aus!

Die Kuchenbude wird vor Beginn einer Fahrt demontiert und verschwindet in der großen Steuerbord-Backskiste. Das ganze dauert etwa 5min, der Aufbau etwas 10min.

 

Rettungsleiter am Heck

Was ist an Bord - während einer Seefahrt - der GAU ?? Kein schönes Thema, aber es geht um Menschenleben! MENSCH ÜBER BORD - und entsprechend den Auswertungen der BSU Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung - besteht wirklich Lebensgefahr, auch wenn die Bedingungen nicht schwierig erscheinen. Zu den bekannten und bei den Scheinen erforderlichen Rettungmanövern - so schnell wie möglich zum MOB Ort zurückkehren - gehört auch, den Menschen wieder ins Boot zurückzuholen. Genau das ist - zumindest in Deutschland - aber nicht Prüfungsrelevant! Die BSU beschreibt, das genau dabei Menschen sterben. Es gelingt der Crew bzw. dem Retter nicht, die MOB-Person vom Wasser ins Boot zu holen. Oft fehlt an den Booten eine geeignete und fest montierte Rettungsleiter, die ein hereinholen der MOB-Person ermöglicht.

 

An meiner SatNam war bei Übernahme zwar eine lose Badeleiter in der Backskiste, die halte ich aber im Notfall für nicht verwendungsfähig. Daher habe ich am Heckspiegel eine klappbare Leiter angebaut. Hochgeklappt wäre die Standby-Stellung, heruntergeklappt reichen die letzten beiden Stufen unter die Wasseroberfläche, sodass ein Einstieg vom Wasser aus in die Leiter vereinfacht wird. Der untere Teil der Leiter kann über eine Leine vom Wasser aus betätigt werden, so ist diese auch einhandtauglich (wobei Einhand MOB eine besonders schlechte Situation ist...)

 

Die Leiter habe ich an den Befestigungspunkten von innen mit einer durchgängigen VA-Platte hinterbaut und abgedichtet. So wird eine optimale Stabilität erreicht, denn man kann nicht ausschließen, das mit der Leiter bei Rückwärtsfahrt (Hafen...) irgendwo angestoßen wird.

 

seefunk GPS

Das Boot ist mit einem Funkgerät (Behördendeutsch "Seefunkstelle") ausgerüstet. Das Midland Neptune (DSC+ATIS) mutet auf den ersten Blick etwas überladen an, verfügt aber über alle aktuellen Merkmale. Das Gerät habe ich mit einer eigenen GPS-Antenne nachgerüstet. So wird die aktuelle GPS-Position nicht nur im Display angezeigt (vereinfacht die Arbeit am Navitisch), sondern im Notfall mit einem DSC-Notruf mitgesendet!

 

Über das Rufzeichen DD2605 ist die SatNam zu erreichen. Rufzeichen, MMSI und ATIS-Kennung werden von der Bundesnetzagentur per Bescheid (Zuteilungsurkunde) zugeteilt. Mit dem Antrag an die BNA werden Boots- und Eignerdaten erfasst, die im Notfall (Notruf) abrufbar sind.

 

Zum Betrieb des Gerätes sind natürlich die entsprechenden Funkscheine (Funkbetriebszeugnis) SRC für den Seefunk und UBI für den Binnenfunk vorgeschrieben! Wenn ein Sportboot mit einer Seefunkstelle ausgerüstet ist, muss der Schiffsführer auch über das entsprechende Funkzeugnis verfügen! Andernfalls kann es bei einer Kontrolle richtigen Ärger geben!

 

Deck abdichten

Auf der Suche nach allen möglichen und unmöglichen Stellen, an denen Regenwasser eindringen konnte (sammelt sich letztlich in der Bilge) stellte ich fest, dass fast alle Schrauben für Beschläge, Deckanschlüsse, Reelingsstützen usw. locker waren, und sich alle bis zu 1,5 Umdrehungen nachziehen ließen. Allein der Deckanschluss ringsum (Deck auf Rumpfkante) hat über 80 Schrauben/Muttern. Zusätzlich habe ich alle Anschlüsse mit "Captain Tolleys" Dichtmittel behandelt. Dieses dünnflüssige Dichtmittel hat besondere Kriecheigenschaften und dringt in die dünnsten Spalte ein. Seit dem ist die Bilge TROCKEN !!

 

Raymarine  "Pinnenpilot"  kalibrieren

Der Pinnenpilot wird an an Befestigungspunkten an der Pinnen und an der Plicht eingeklickt und über eine Steckverbindung mit dem Bordstromnetz verbunden. Im Pinnenpilot ist ein sehr genauer Fluxgate-Kompass eingebaut, der einem festgelegten Kurs folgt und die Pinne betätigt. Auf einem Display werden der Kurs und weitere Funktionen angezeigt. Solch ein Autopilot ist ein enormer Komfortgewinn und beim Einhandsegeln fast unverzichtbar.

Da der Kurs des Pinnenpilotes deulich vom Kompaskurs abwich, habe ich zunächst über eine Peilung den Kompass geprüft und anschließend den Pinnenpilot kalibriert. Nach Aktivierung einer speziellen Funktion fährt man mit langsamer Fahrt etwa zwei große Vollkreise, während sich der Pinnenpilot sich neu kalibriert. Anschließend passten beide Kompassanzeigen genau zusammen.

 

Lazy-leinen

Lazyleinen dienen zum Abstützen bzw. Auffangen des Großsegels und vereinfachen und beschleunigen das Bergen des Segels. Die Lazyleinen halten das Groß auf dem Baum und verhindern, dass es auf das Deck fällt. Das hält in jedem Fall solange, bis man z.B. im Hafen Zeit zum ordentlichen Versorgen des Segels hat.

Die Lazyleinen habe ich nachgerüstet und diese vom Baum über kleine Rollenblöcke an Sailingen zurück zum Mast geführt. Von dort aus können sie bequem bedient werden.

 

segel warten / prüfen

Die Segel sind der Motor eines Segelbootes, und sollten sich jederzeit in einwandfreiem Zustand befinden. Daher habe ich das Groß und die Genua zur Winterpause demontiert und in Stavoren zur Segelmacherei Zwaan gebracht. Dort wurden beide Segel auf Beschädigungen und Verschleiß geprüft. An der Segelkopfplatte des Groß wurde der oberste Mastrutscher mit einer neuen Schlaufe angenäht. Gleichzeitig habe ich an der Genuapersenning einen neuen Reißverschluss (11m lang!) einnähen lassen, denn der bisherige hatte zwei Fehlstellen, die nicht gangbar zu machen waren. Bei Segelmacherei Zwaan fanden die Segel und Persenning auch ein trockenes Winterlage und freuten sich auf den neuen Einsatz im Frühjahr :-)

 

GroßPersenning

Die Großpersenning umhüllt das auf dem Mastbaum verzurrte Großsegel und schützt es so vor Witterung und vor allem vor UV-Strahlung. Die Firma Diekow-Segel hatte eine Persenning nach meinen Wünschen im Angebot, und so habe ich hier nach einer technischen Abstimmung per eMail und einer sehr guten telefonischen Beratung eine top sitzende Baumpersenning erhalten. Und damit es noch etwas besser aussieht, habe ich den Bootnamen "SatNam" aufdrucken lassen.

 

laufleinen an deck

Bei der Arbei an Deck gilt es immer für gößtmögliche Eigensicherung zu sorgen: eine Hand für das Boot und eine Hand für den Mann! Und wenn man(n) beide Hände braucht??

Ich trage üblicherweise - und IMMER wenn ich Einhand fahre - eine Rettungsweste. Die Automatik-Rettungsweste verfügt über über Schrittgurte (verhindern das überkopf-verlieren der Weste), einen intergierten Lifebelt und zwei D-Bügel zur Aufnahme einer Lifeleine.

Die Lifeline dient zur Verbindung des Seemanns mit dem Boot und verhindert ein MOB. Sie hat drei Karabiner: einer wird in die D-Bügel der Weste eingehakt, die beiden anderen abwechselnd an geeigneten Stellen am Boot eingepikt.

Nun ist je eine Laufleine (Backbord und Steuerbord) vom Heck bis zum Bug am Deck befestigt und gespannt. Darin wird nun einen Karabiner der Lifeline eingehakt, und so kann man sich frei an Deck bewegen und zieht die Lifeline hinter sich her, und ist immer mit dem Boot verbunden!

 

Positionsbeleuchtung

Die Positionsbeleuchtung dient nicht nur zur Erkennung der Position eines Schiffes in Dunkelheit, sondern auch deren Betriebszustand. Diese müssen den KVR entsprechen und werden vom Navitisch aus ein- oder ausgeschaltet. In der Winterpause hatte ich Gelegenheit, die Beleuchtung - am liegenden Mast - zu prüfen und zu warten. Dazu gehört das Öffnen der Lampen, reinigen der Gläser und Gehäuse, prüfen der Dichtungen, prüfen der Kabel und deren Anschlüsse und prüfen der Birnen. Die Lampengehäuse habe ich mit einem Silikonmittel behandelt. So erhalten diese einen guten Wetterschutz und ein ein "glänzendes" Aussehen!